Hallo werter Besucher. Schön, dass du hergefunden hast. Leider wird dieses Webblog nicht mehr aktualisiert. Aber keine Bange. Denn NEIN JA ERLEDIGT LOS ist nur umgezogen. Und zwar hierhin!

G20: Golfische im Todeseinsatz


Tierschutzaktivisten sind erbost über die Sicherheitsmaßnahmen beim letzten G20-Gipfel, denn Südkorea setzte Goldfische ein um die Unbedenklichkeit des Spülwassers für die Toiletten zu testen. Die sechs kleinen Tierchen wurden in große Tanks gegeben, das eben auch das aufbereitete Wasser für die hochrangigen Gäste des Polittreffens liefert. So lange die Fischlein fröhlich und frei im kühlen Nass schwimmen, so die Überlegung, sei die Freiheit von Giftstoffen und Kontaminationen gewährleistet. Würden sie sterben sei hingegen Gefahr für die Weltführer im Verzug – durch verseuchtes Klowasser.

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4chan und Tumblr: it's war

In der Nacht vom Sonntag auf Montag wurde das Internet zum Kriegsgebiet. Nutzer der Seiten 4chan und Tumblr hatten zum Schlagabtausch aufgerufen und gegenseitig versucht, ihre Heimatportale lahm zu legen. Witzigerweise war's ausgerechnet 4chan, jene die auch Scientology und die Rechteverwalter von Musik und Film immer wieder in die Knie zwingen, die als erste offline gingen. Allerdings nur kurzzeitig.

Hintergrund der ganzen Aktion? Einige 4chan-Nutzer hatten im Unterforum /b/ mit Bildern dazu aufgerufen, tumblr.com lahm zulegen und diese Aktion dramatisch mit Operation Overloard überschrieben. Grund dafür: tiefgreifende Abneigungen der /b/tards gegen tumblr, Lagerfeindschaft, philosophische und gesellschaftliche Differenzen? Nein, wohl eher Spaß an der Freunde. Oder weil man's schlicht kann. Ist eigentlich auch egal, denn 4chan muss/kann man nicht verstehen.
Tatsächlich wurde Tumblr dann mit einer Unzahl an Anfragen, Datenpaketen etc. bombardiert, wurde langsamer und langsamer – bestand aber eine Zeit die Last.
Die Tumblr-Community bekam jedoch Wind von der Aktion, reagierte schnell auf 4chan und schlug hart zurück, flutete das Imageboard in einer selbst organisierten Counter-Attacke namens Overkitten mit niedlichen Katzenbildern bis die Forenserver unter der Last der Zugriffe und Daten zusammenplumpsten. 4chan war down. Letztlich ging aber auch Tumblr in die Knie, da 4chan die Aktion trotz Niederlage stringent fortsetzte.

Ein skurriler Kleinkrieg, der wohl noch weitere Runden haben wird. Nicht nur da auf 4chan einer der Nutzer die Adresse der Eltern des Tumblr-Gründers veröffentlichte – was nun mehr als fragwürdig ist. 4chan arrangiert schon die nächste Attacke, die Mittwoch stattfinden soll.

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Axel E. Fischer, CDU, fordert...

Da hat Axel E. Fischer, CDU, sich geradezu eine Zielscheibe auf die Brust gemalt als er ein „Vermummungsverbot im Internet“ forderte. „Es könne nicht sein, dass sich Bürger hinter selbstgewählten Pseudonymen versteckten und sich so der Verantwortung entzögen, sagte der Karlsruher Abgeordnete den Badischen Neuesten Nachrichten.“ Perfektes Timing, wurde doch gerade der neue internettaugliche Personalausweis eingeführt. Nun es ist nicht ungewöhnlich, dass deutsche Politiker hin und wieder derart abstrusen Forderungen in den Raumstellen und darauf warten, dass Medien wie Bild und Spiegel darüber stolpern. Bei Fischer liegt das etwas anders, ist er doch der Vorsitzende der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft und sollte Ahnung haben, welch grandiosen Unsinn er da redet.

Aber selbst dieses umstrittene Vermummungsverbot gilt nur für Demonstrationen. Es gilt nicht in der Hafenkneipe, nicht im Privatgespräch, nicht beim Spaziergang. Und auch nicht bei einem Gespräch mit einer fremden Person während dieses Spaziergangs. Vor allem ist man nur gezwungen, sein Gesicht zu zeigen, und nicht etwa ein Namensschild oder den ePerso die Jacke zu heften! (…) NN: Bei der Bewertung einer Meinungsäußerung spielt es im Idealfall ÜBERHAUPT keine Rolle, von wem sie stammt! Die Kompetenz der Rezipienten ist es, die die Demokratie stärken würde, wäre sie vorhanden, und deren Nichtvorhandensein Hauptkrankheit der Demokratie ist – und die zu stärken ich keinerlei Bestrebungen von staatlicher Seite feststellen kann.
Immerhin, wie gesagt, hat sich der gute CDUler damit zur perfekten Zielscheibe für Spot und Hohn gemacht, ein perfektes Meme geschaffen, das nun auf Twitter seine Kreise zieht.

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Schäuble rüffelt, Sprecher geht.

Ein politischer Fan von Wolfgang Schäuble sein, das ist nicht leicht. Aber scheinbar noch weniger leicht ist's, seinen Pressesprecher zu geben. Mehrmals hab ich mir das Video angeschaut, in dem Schäuble seinen Pressemann Michael Offer nicht nur dummdreist angeht, sondern geradezu vorführt. "Herr Offer, reden Sie nicht, sorgen Sie dafür, dass die Zahlen jetzt verteilt werden", fotztelt Schäuble Offer an. „Und so lange verlasse ich jetzt noch mal diese Pressekonferenz. Wenn Sie die Zahlen verteilt haben, sagen Sie mir Bescheid.“

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Zeitreisende auf Film gebannt!


Ja, der Beweis: Zeitreisende erkunden die Weltgeschichte. Das könnte mancher zumindest denken, wenn er das Video von der Premiere des mehr als 80 Jahre alten Charlie-Chaplin-Films Der Zirkus sieht. Denn auf dem Band von 1928 latscht eine Frau durch's Bild, die doch tatsächlich in ein Handy zu labern scheint.

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Tatort verfehlt ...

Jetzt hab ich's also doch eingeschaltet. Und natürlich ärgere ich mich schwarz darüber, wie diese Sendung Fakten verdreht, weglässt und dreist rumdruckst, wenn darum geht, die eigene Existenz irgendwie zu rechtfertigen. Über Tatort Internet haben viele schon geschrieben: Effekthascherei sei's, Panikmache, Volksverblödung, pure Irritation und Blendwerk. Und zudem journalistisch fragwürdig. Dem davon meisten stimme ich zu. Nicht zuletzt wird die Sendung aber vor allem ihrem vermeintlichen Ziel gerecht, da dieses gar nicht mehr bestehen kann. Denn die in der Sendung von Steffi zu Guttenberg geforderten Gesetzte gegen das sogenannte Cyber-Grooming existieren schon. Schon lange sogar.

Egal. In der heutigen Sendung wird/wurd’s echt kurios. Nein, nicht nur weil die Phrase „rechtsfreier Raum“ fällt. Vielmehr haben die Produzenten doch glatt Wolfgang Bosbach und Otto Schily ausgegraben. Die geben in der Sendung ihr Bestes, das Internet zu dämonisieren; sprechen sich für Regulierung, Netzsperren und so weiter aus. Nebenbei zeigt sich Schily noch erstaunt darüber, dass die „Täter“ in der Sendung unkenntlich gemacht werden müssen; witzig. Offensichtlich haben beide wohl keine Ahnung, in welchem Kontext ihre Interviewfetzten gezeigt werden. Oder auch nur, woran's bei der Bekämpfung von Kinderpornos und Grooming im Netz tatsächlich zu hapern scheint. Nämlich nicht den Gesetzten, sondern der Polizei und deren Mitteln.

Aber, auch wenn ich die Sendung und ihren reißerische Aufmachung nicht gänzlich bis zu Ende ertragen konnte, mir wird eines klar: Tatort Internet schafft Aufmerksamkeit. Das ist gut – teilweise. Aber letztlich ist das ganze dennoch für'n Arsch. Statt Kinderschänderei, KiPo usw. derart aufzubereiten, sollte die Sendung lieber schulen, Medienkompetenz lehren und Eltern samt Kindern darlegen, worauf sie im Netz achten sollten.

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Geocities für jeden zum Download

Vor fast genau einem Jahr, am 26. Oktober 2009, ist ein Stück Netzgeschichte gestorben. Yahoo! hat da nämlich Geocities „abgeschaltet“, dem Place-to-be, wenn der geneigte Netznutzer in den 90ern vom Touristen zum Bewohner des Internet aufsteigen wollte. Oder anders gesagt: wolltest 'de 'ne Website, dann konntest 'de 'se dort kriegen. Über das, was sich dort ansammelte schlagen Webdesigner und Internetzler nicht nur heute die Hände vor das Gesicht, schon damals fanden viele die Blinki-Schriften, Gif-Wüsten, Augen-Krebs-Farben und grottigen Midi-Sounds fürchterlich. Aber hey, immerhin: man hatte eine eigene Seite IM INTERNET!
Wie gesagt Geocities ist tot. Fast jedenfalls, denn das selbsternannte Archiveteam hat sich daran gemacht, Geocities als Kulturgut des Internet zu erhalten. Und sie haben es geschafft. Jetzt gibt’s, für jeden der will, das nahezu komplette Geocities zum Download. Das sind 641 Gigabyte an HTML-Pages, Gifs, Bilder, usw. usf. Das war damals echt viel.

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