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Towel Day 2011 / Handtuchtag - Danke Douglas!

Heute ist Handtuchtag! An diesem 25. Mai gedenken wir alljährlich dem am 11. Mai 2001 im Alter von 49 Jahren verstorbenen Autor,http://www.blogger.com/img/blank.gif Radio-Macher, Visionär, Philosoph, Beinahe-Apple-Chef und großartigen Menschen Douglas Noël Adams. Also dem fantastischen Kerl, der uns „Per Anhalter durch die Galaxis“ aber auch noch einige weitere fantastische Bücher schenkte. Einige seiner Visionen aus diesen Büchern sind heute schon Wirklichkeit geworden. Einen „Per Anhalter“-Reiseführer tragen heute viele mit sich herum. Oder was ist ein Smartphone mit Internetzugang und Wikipedia in den Bookmarks schon anderes als dieses allwissende Gerät aus Adams' Büchern? Und auch mit Delphinen werden wir bald reden können - und anderen fremden Wesen. Zwar ohne Fisch im Ohr. Aber immerhin.

Aus diesen und etlichen anderen Gründen wollen wir diesen froody Kerl ehren – der übrigens nie einem guten Bier oder Wiener Schnitzel abgeneigt war. Und das tun wir, in dem wir am heutigen Tag stets mit einem Handtuch durch die Gegend latschen – dem wohl nützlichsten, was was der interstellare Anhalter besitzen kann.
Laut dem Buch „Per Anhalter durch die Galaxis“ ist es von „großem praktischem Wert - man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen - bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.“

Gerne darf man außer dem Handtuch natürlich auch einen Schlafanzug und Bademantel mit sich rumschleppen – auch direkt am Körper. Ach. Die Ausgabe von „Per Anhalter Galaxis“ in der Hand nicht vergessen – die ist wichtig. Und wenn jemand fragt: „Hey, warum trägst du ein Handtuch mit dir rum?“ Erkläre nicht den Handtuchtag, sondern verweise den Fragenden auf DAS BUCH!

In diesem Sinne: Mach's gut, Douglas, und danke für all die Bücher!

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Bitcoin

Es ist schon eine ganze Zeit her, dass ich das letzte Mal etwas von Bitcoin gehört habe. Einer alleinig digital existierenden Währung, die ohne Banken und Regularien auskommt – und deren Fluss nicht zu überwachen ist. Die sonst aber funktioniert, wie jede andere Währung auch. Man kann Euro, Dollar etc. in Bitcoins wechseln und umgekehrt, physische und digitale Güter damit bezahlen – zumindest schon einige – und auch Geldsummen überweisen. Aber die's alles eben vollkommen anonym, unbeobachtet und angeblich nicht zurückverfolgbar. Das alles eröffnet viele Türen und Tore: man könnte heimlich Spenden an Organisationen wie Wikileaks richten, große Geldsummen einfach verschwinden lassen und auch Geld waschen. Drogendealer und Waffenhändler als auch Porno-Vertriebe sollen angeblich schon Bitcoins akzeptieren.

Das ganze fußt dabei aus einem ausgefeilten aber zugegebenermaßen komplexen System. So muss das Geld, die Bitcoins, erst generiert werden. Und zwar in dem auf dem eigenen Rechner Aufgaben und Gleichungen gelöst werden. Ähnlich Seti @ Home rechnet der eigene Computer vor sich hin und schaltet so in einem immer langsamer werdenden Prozess Coins frei – man erarbeitet sich das Geld quasi. Aber nicht unendlich viel. Denn wenn irgendwann weltweit 21 Millionen Coins erreicht sind, ist Schluss.

Neue Bitcoins berechnen sich durch die Formel (6 * 50 Bitcoins/Stunde) * (eigene CPU-Geschwindigkeit / Summe der totalen CPU-Geschwindigkeit des Netzwerkes), womit die Generierung von 50 Bitcoins auf einem handelsüblichen Computer ca. 1 Jahr dauern würde. Demnach lohnt sich Generierung im großen Stil nur mit GPUs oder größeren Computernetzwerken, welche allerdings aufgrund des Strompreises (noch) in keinem Verhältnis zum Marktwert der Bitcoins stehen.
Gehandelt werden die Bitcoins über ein furchtbar verschwurbeltes und damit recht sicheres p2p-System, bei dem Transaktionen quasi von mehreren Mitmenschen im System anonym beobachtet und quasi als Zeugen gegengezeichnet werden. Dazu lässt sich die eigene Adresse, das Konto quasi, stets neu angelegen. Und so lange auch nur zwei Menschen weiter im System hängen, ist das weiterleben von Bitcoin eigentlich garantiert. Zensur, Kontrolle, Stilllegung? Nicht drin! Theoretisch.

Das könnte so manchem Staat, Institution und Rechtsverfolgungsbehörde gehörig gegen den Strich gehen. Sogar gefährlich werden. Denn anonyme Transaktion von Geld, das war schon immer ein Dorn im Auge der Mächtigen. Daher gehen schon Gerüchte und Befürchtungen, Bitcoin könnte alsbald verboten werden.

Für mich selbst ist Bitcoin erstmal ein verdammt mutiges Projekt. Und eines, das Beachtung verdient. Nicht zuletzt, da auch schon in den Cyberpunk-Romanen der 80er und 90er derartige Gedankenspiele über virtuelle Währungen zu lesen waren. Im Untergrund wurde in diesen Büchern mit solchen Währungen am Staat vorbei gehandelt. Und Unterdrückung, Regulation und Kontrollinstanzen umgangen. Mal schauen, was das wird.

Ach, auch sehr lesenswert: Bitcoin: Das gefährlichste Open Source Projekt aller Zeiten?

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MapKibera

Kibera ist ein Slum in Nairobi. Seit 1963 gilt es als illegal; es ist verboten, dort zu wohnen, zu bauen und zu leben. Das hat die Bewohner jedoch wenig interessiert. Ohne behördliche Hilfe schufen sich tausende Mittellose ein zu Hause. So entstand über Jahre das größte Slum der Welt. Eine unendliche Weite von Wellblech- und Holzhütten. Eine eigene Stadt, die nicht anerkannt, deren Einwohner nicht registriert und deren Straßen, Wege und Häuser nicht kartographiert sind.
Webentwickler Mikel Maron und einige der Kibera-Bewohner wollen das mit MapKibera ändern. Seit 2009 gehen Maron und seine Anhänger mit GPS-Geräten die verzweigten Wege im sich stets verändernden Kibera ab und haben mittlerweile ein recht gute Übersicht des 4.500 Quadratmeter großen Konstruktes.

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Ein Türke tritt wegen Sarrazin aus der SPD aus

Thilo Sarrazin darf in der SPD bleiben. Weil: er sagte, es war ja alles nicht so gemeint, was er mehrfach gesagt und geschrieben hat. Ist eigentlich alles ganz anders, meint der Ex-Bundesbanker. Und die SPD-Spitze glaubt das; oder tut zumindest so, als ob sie das glaubt. Schließlich sind bald Wahlen und man will ja den Stammtisch nicht vergraulen. Dass damit über kurz oder lang mehr Schaden als Nutzen entsteht, dass möchte die ehemalige Volkspartei nicht sehen oder ignoriert es stoisch. Aber es ist so: die SPD hat ihre Grundsätze mit Füßen getreten. Und bei der Zeit spricht das ein türkischer SPDler aus und verlässt seine Partei.

...ich habe lange mit mir gerungen, bis ich mich dazu entschieden habe, diesen Brief zu schreiben. Ich bin nur ein einfaches Mitglied, aber: Nach 36 Jahren in der SPD tut es mir im Herzen weh, Euch zu sagen, dass ich die Partei verlasse. Ich trete aus. Es bleibt mir nichts anderes übrig, wenn ich mir und meinen politischen Überzeugungen treu bleiben möchte.

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