Hallo werter Besucher. Schön, dass du hergefunden hast. Leider wird dieses Webblog nicht mehr aktualisiert. Aber keine Bange. Denn NEIN JA ERLEDIGT LOS ist nur umgezogen. Und zwar hierhin!

Bier-Review: Thurn und Taxis Hell

Wenn das mal kein echtes Helles ist. Denn das Thurn und Taxis Hell ist wirklich… nun ja … sehr hell und wirkt beim Einschenken schon fast etwas wässrig und dünn. Aber eben auch kristallklar und damit durchaus edel - passend eben zum adligen Namen. Die schlanke Erscheinung schlägt zudem ganz und gar nicht auf den Geschmack, kündet aber durchaus vom zum erwartenden Erlebnis. Nämlich einer fast Radler-haften Note: Zitrusaromen, ein leichter Geruch von Apfel und frisch mit Milch aufgegossenen Cornflakes mischt sich hier zu einer interessanten Gesamtkomposition. Herbe und hopfige Anklänge? Beides kommt selbst bei einem langsamen Schluck und gewissenhaften Schmecken kaum zu Geltung. Dies scheint aber durchaus gewollt. Denn so ist das Thurn und Taxis Hell geschmacklich ein ideales Frühlings- und Sommerbier, das mit seinen 4,7 Prozent auch in den warmen Tagen nicht allzu heftig zu Kopf steigt.

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Handtuchtag 2013!

Heute ist Handtuchtag – der Towel Day! Der Tag, an dem wir dem 2001 verstorbenen Autor, Radio-Macher, Philosoph, Universalgenie und eben Per-Anhalter-durch-die-Galaxis-Erdenker Douglas Noël Adams gedenken. Kurz um: einem verdammt froody Typen, der uns Nerds aber auch dem Rest der Welt echt viel geben hat. Etwa die Idee eines Universallexikon im Taschenformat; die Vorstellung, dass wir Menschen nicht die schlechtesten Dichter des Universums sind; dass das mit der Evolution vielleicht eine blöde Idee gewesen war; dass da Leben wie eine Pampelmuse ist und vor allem, dass so ein Handtuch ein ziemlich nützliches Ding darstellt. Daher rennen wir zu Ehren von Doug, den ganzen Tag mit einem Handtuch durch die Gegend.

Wie jedes Jahr: hier gibt’s die Facebook-Gruppe zum Handtuchtag, hier den Flickr-Pool, da die "offizielle" Seite und hier gibt’s zu sehen, was auf Twitter abgeht.

Ansonsten: Happy Towel Day und … passt immer auf euer Handtuch auf, klar?

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Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München


Selbst viele gebürtige Münchner haben noch nie davon gehört: das Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke in München. Kein Wunder, denn selbst wenn man wachen Auges durch das Areal um den Königsplatz geht, läuft man leicht daran vorbei. Nur ein kleines Schild am Haus der Kulturinstitute München – dem ehemaligen Verwaltungsbau der NSDAP – weißt auf das Museum hin. Und die massive, stetig geschlossene Tür, so richtig einladend wirkt die auch nicht unbedingt. Schade, denn eigentlich ist das Abgussmuseum ein echtes Unikat und ein Paradies für Photographen und Kunstinteressierte.

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Ein schneller Kommentar zur Xbox One

Microsoft hat endlich nachgezogen und den eigenen Sack Reisdie neue Xbox angekündigt. Die heißt nicht wie gemunkelt Infinity, sondern One. Ja, wie das HTC One, nur eben mit Xbox statt HTC. Den Sinn dahinter hab ich noch nicht ganz entschlüsselt, geht aber gut von der Zunge, wie ich gestehen muss. Das wichtigste: Kein Online-Zwang für Single-Player-Games und erscheinen soll die Konsole "später in diesem Jahr" - also: spätestens zu Weihnachten. Gut!

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Links und Lesetipps 21. Mai '13

Kultur
Am 20. Mai 2013 ist die Jeans Levi's 501 140 Jahre alt geworden. Die SZ hat einen netten Artikel dazu.

Der Grafiker und Illustrator José Guízar geht durch die Stadt New York City, schaut sich Fenster an, zeichnet sie in einem Vektorprogramm nach und packt sie auf windowsofnewyork.com. Wunderschön!

Der Philly Inquirer ist eine der ältesten Zeitungen der USA. Aber dennoch hat auch er unter dem Printsterben zu leiden und wurde zusammen gestutzt. Von einem ganzen Gebäude zog er in eine Etage eines Bürogebäudes. Photograph Will Steacy hat die Zeitung dabei begleitet.

Kotaku spekuliert über den kommenden Tod des Fernsehens wie wir es kennen

… außerdem schrieb ein anonymer Entwickler bei Kotaku, warum wir nicht nur bessere Publisher brauchen, sondern alles in der Spielebranche irgendwie besser werden sollte. Wozu ich nur sagen kann: ja, er liegt zumindest nicht ganz falsch.

Kotaku hatte schon vor längerer Zeit einen Artikel über Obsidian und welch' Schwierigkeiten das „New Vegas“-Studio überwinden musste. Gleichzeitig hätten die Ex-Jungs von Black Isle vor vier Jahren fast Baldur's Gate 3 entwickelt.

Gesellschaft
Jürgen Klopp, auch für Fußballverachter wie mich ein wissenswerter Name, hat sich seine Geheimratsecken mit Eigenhaar auffüllen lassen und steht dazu. Find' ich super und einen bemerkenswerten Zug.

Ich halte die Kritik von Richard David Precht an Deutschlands Schulen für begründet. Man könnte da vieles anders und richtiger machen. Im Zeit-Interviw erklärt er, was er verändern wollen würde.

Computer & Internetz
Paul Miller war ein Jahr ohne Internet und ist jetzt wieder Online. Bei Verge hat er mal aufgeschrieben, wie das so war und in welcher Weise es ihn verändert hat.
In early 2012 I was 26 years old and burnt out. I wanted a break from modern life — the hamster wheel of an email inbox, the constant flood of WWW information which drowned out my sanity. I wanted to escape.
Der New Yorker schreibt darüber, warum Bing Crosby und Nazis das Silicon Valley mitbegründeten.

Der New Yorker hat außerdem eine eigene Whistle-Blower-Box eingerichtet: die nennt sich Strong Box und basiert auf dem vom verstorbenen Aaron Swartz entwickelten System DeadDrop.

Zeugs
Patrick-Louis Vuitton, der Ururenkel von Louis Vuitton, spricht über Luxusreisekoffer und welche Extrawünsche so manch Kunde da hat. Sehr nett.

Der Österreicher Michael Altmann hat 1958 angefangen, ein Loch in einen Berg zu schlagen und seitdem nicht damit aufgehört.

Improvisation ist eine große Macht. In China ist sie in manch Ecken des Landes die einzige Möglichkeit, sich auszudrücken oder eine Fantasie Realität werden zu lassen. The Atlantic hat eine schöne Galerie mit chinesischen Improvisations-Gerät: Uboote, Roboter und was-weiss-ich.

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Steampunk - 70 083


Über Pfingsten veranstaltet der Bayerische Localbahn Verein Tegernsee in München Sonderfahrten mit der 100 Jahre alten Dampflok 70 083. Ab dem Ostenbahnhof geht’s da dreimal am Tag auf eine Tour durch München, Deisenhofen, über die Isarbrücken und wieder zurück. Das ganze ist pures Steampunk-Galore: bei der Lok pfeift's, trieft's und dampft's aus allen Ventilen und Öffnungen. Der Kessel raunt und wenn zwischen drin mal wieder angefeuert wird, versinkt der ganze Bahnsteig in einer schwarz-grauen Rauchwolke. Einfach großartig.

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Play Me, I'm Yours

Noch heute fand in München ein wundervolles Kunstprojekt statt. Play Me, I'm Yours heisst's und besteht aus 14 Klavieren, die in ganz München verteilt sind. Am Sendlinger Tor, am Promenadeplatz und dem Königsplatz laden sie Leute ein, darauf zu klimpern. Erst neulich hab ich selbst auf einen von den von Kids und Künstlern gestalteten Tasteninstrumenten meine rudimentäre Begabung zum besten gegeben und trotz blamabler Leistung Applaus geerntet. Darüber hinaus durfte ich erleben, wie eine alte Dame und ein Musikstudent gemeinsam einer der teils schlecht gestimmten Holzkisten grandiose Töne entlockten. Einfach ein furchtbar menschelndes Projekt, das Luke Jerram da ins Leben gerufen hat. Leider scheint die GEMA das Projekt ins Visier genommen zu haben.

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Bier-Review: Chiemseer Hell


Eines der größten Komplimente, das man einem industriell produzierten Bier machen kann, ist wohl, es mit Augustiner zu vergleichen. Entsprechend kann sich die Chiemgauer Brauerei aus Rosenheim geschmeichelt fühlen. Oder besser gesagt: die Paulaner-Grupper und Auer-Bräu, die hinter der Herstellung dieses Pseudo-Indie-Bieres stehen. Denn recht oft bekommen man ein „Hey, schmeckt voll wie Augustiner!“ von jemanden zu hören, dem man ein Chiemseer Hell unter die Nase hält. Andere vergleichen es hingegen Tegernseer, was kein minder großes Lob darstellt aber auch am Flaschen- und Kastendesign liegen mag. Auch sonst ist's recht nah am Münchner Traditionsbier und dem Gerstensaft aus dem Herzoglich Bayerischen Brauhaus. Goldgelb in der Farbe; eine kurzlebige aber hübsche Schaumkrone, die sich dann als Ring an den Gasrand verflüchtigt. Im Geschmack leicht malzig und mild. Weich, würzig und mit einem sich voll entfaltenden Körper im Abgang. Und im Armoma mit einer sanften Note von frisch geschnittenem Gras. Die 4,8 Prozent sind kaum merklich, was es auch im Sommer gut trinkbar macht. Ein Helles, wie es sich er Bayer wünscht. Dennoch: ganz dem Augustiner kann's nicht das Wasser reichen. Denn trotz all der Ähnlichkeiten schmeckt's dann doch etwas langweiliger als das Vorbild. Woran's liegt? Ich kann's nicht ganz fest machen.

Trotzdem stellt's eine überraschend gute Alternative zum Augustiner Hellen dar. Was es unter anderem in den Sommertagen beweist, wenn's bei Augustiner und dem Brauhaus Tegernsee zu Lieferengpässen kommt. Denn nicht nur gehen dann auch in Getränkemärkten die Kisten weg, wie … kaltes Bier. Auch in manch Biergarten wird dann das Paulaner-Bier ausgeschenkt.

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