Hallo werter Besucher. Schön, dass du hergefunden hast. Leider wird dieses Webblog nicht mehr aktualisiert. Aber keine Bange. Denn NEIN JA ERLEDIGT LOS ist nur umgezogen. Und zwar hierhin!

Tschüss, Google Reader

Aus ist's. Heute wird der Google Reader abgeschaltet. Ich war von Anfang an dabei und sehe das Ende mit einer gewissen Enttäuschung. Mit dem Reader beerdigt Google nämlich nicht nur ein Tool, sondern auch ein Nebengleis der Verbindung zu seiner Community. Denn selbst wenn ich die Entscheidung Googles in gewissen Teilen nachvollziehen kann, geht für mich damit auch ein bisschen Vertrauen in den Konzern aus Mountain View verloren. Andererseits habe ich damit auch eine gehörige Portion Glauben an das Internet und dessen Anpassungsfähigkeit gewonnen. Schnell standen viele Alternativen in den Startlöchern. Einzelkämpferprogrammierer, Start-ups und einige Größen machten sich daran, eigene Reader zu entwickeln. Der Arbeitseifer war unglaublich. Wenn etwas stirb, das die Menschen behalten möchten, wird es nicht einfach untergehen, sondern auf irgendeine Weise wieder auferstehen. An verschiedenen Orten, mit differenzierten Ausprägungen und natürlich mit unterschiedlichem Erfolg. Viele der Google-Reader-Alternativen sind furchtbar, einige unbenutzbar, manche brauchbar und andere wiederum echt ganz gut . Drei davon sind für mich in meine persönliche Endrunde eingezogen: Feedly, Digg Reader und AOL Reader. Sie sind am besten an meine Bedürfnisse angepasst. Welcher nun mein neuer Reader wird, das wird sich über die kommenden Wochen zeigen.

In diesem Sinne: Tschüss, Google Reader. Schön war es, und danke für die tollen Jahre. Ich werde dich vermissen.

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Bier-Review: Giesinger Untergiesinger Erhellung

Trüb aber dennoch hell und von einer fein-cremigen Schaukrone bedeckt, so ergießt sich das Giesinger Untergiesinger Erhellung in die Maß. Das ist ein kleines Helles/Kellerbier der Braumanufaktur & Spezialitäten Braugesellschaft München – oder kurz: Giesinger Biermanufaktur – und gleichzeitig das erste Bier, das die 2005 als Garagenbetrieb und Schnapsidee gegründete Privatbrauerei im Sortiment hatte. Dass die ehemaligen Hobbybrauer mit der Erhellung Erfolg hatten und noch haben, ist kein Wunder: ein angenehm milder Hopfenduft steigt beim Ansetzten des Glases in die Nase. Der erste Schluck des 5,3-Prozentigen entfaltet sachte eine überraschend süße Note von Nuss und Zitrus, welche herrlich süffig daherkommen. Als fruchtig, frisch und dennoch dezent kann das Untergärige am besten beschrieben werden – und damit als sehr bayrisch. Ein Bierchen perfekt für den lauen Sommerabend, das aber eben fast nur in München zu bekommen ist und beweist, dass auch Klein und Kleinstbrauereien mit guten Produkten erfolgreich sein können.

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Links und Lesetipps 29. Juni '13

Kultur
Warren Spector ist für mich nachwievor einer der größten Videospieldesigner überhaupt. Dennoch ist er, nachdem Disney sein Studio schloss, zum ersten Mal seit Jahrzehnten arbeitslos. Das schreckt ihn jedoch nicht. Stattdessen nimmt er sich nun die Zeit, mal etwas zu philosophieren. Etwa bei Rock Paper Shotgun, denen er sagte, dass er gerne Welten erschaffen möchte, in denen mal nicht jeder versucht, einen umzubringen.

When people think about worlds, virtual worlds, they think about enormous, fully explorable (...) I want to create worlds, but by “worlds” I mean someplace where every object is interactable. The NPCs actually have something to do other than kill you. Every door can be opened and there’s a reason to open them. That’s what I mean by creating world.

Ars Technica wird 15 und hat das zum Anlass genommen, mit einigen Legenden der Digital Kultur zu schwätzen. Darunter Doom-Papa John Carmack, der sich sehr selten Fragen stellt und im Interview anmerkt, dass man ihm immer zu viel Ruhm anlaste. Sehr charmant und charismatisch.

Photos sind toll. Farbphotos erst recht. Luminous Lint hat daher eine kurze Geschichte der Farbphotograhie.

Der Photograph Léo Caillard hat eine großartige Photoserie angestoßen: und zwar kleidet er antike Statuen in Hipsterklamotten. Großartig.

Politik
Die SZ hat ein Portrait von Guido Westerwelle.

Architektur
Derzeit ist noch das Burj Khalifa in Dubai das höchste Gebäude der Welt. Bis zur Spitze misst es 828 Meter. Der Kingdom Tower in Saudiarabien soll das locker toppen: 1 Kilometer soll der in den Himmel ragen – gebaut und finanziert von der Bin Laden Group, der tatsächlich auch Osama angehörte. Aber halt: vor den Saudis wollen die Chinesen nochmal schnell den Größten haben – und zwar mit der Sky City, der in Changsha entstehen und letztlich 838 Meter messen soll.

Und noch eine Randbemerkung: der Kingdom Tower erinnert verdammt stark an ein schonmal geplantes Gebäude. Nämlich den Illinois von Frank Llyod Wright, der ebenfalls 1 Kilometer hoch werden sollte. Dazu waren jedoch auch jede Menge Spinnereien wie Atom-getriebene Aufzüge angedacht, die letztlich dazu führten, dass das Projekt – zumindest für seine Zeit – als unausführbar galt. Aber eben auch total verrückt.

Und so
Das New York Times Mag hat das Atelier von Louis Vuitton besucht, sich umgeschaut und eine eine Fotoserie dazu. Durchaus beeindruckend.

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BMW Welt

Ich war neulich in der BMW Welt und dem Olympiapark etwas photographieren. Dabei kamen einige nette Bilder bei raus.

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Warren Spectors Half Life

Faszinierend. Warren Spector, der einstige Deus-Ex-Erfinder, hat einst mit seinem durch Disney aufgekauften und dann geschlossenen Studio Junction Point an einem Half-Life-Game gearbeitet. Das hat er in einem Interview für dasBuch Gamers at Work: Stories Behind the Games People Play verraten. Und noch einiges mehr. So hat Junction Point kurzzeitig an einem gemeinsamen Projekt mit dem Regisseur John Woo gewerkelt, einem Action-Game namens Ninja Gold. Ebenso hatte das Studio ein episches Fantasie-Game, das durch Majesco veröffentlicht werden sollte aber dann starb, als der Publisher sich von AAA-Games abwandte - hierzu gehörten wohl auch die Concept Arts, die kurz nach der Studiogründung auf der offiziellen Website zu sehen waren. Weiter gab's 2005 ein Projekt namens Sleeping Giants, das aus einer Idee für ein Comic hervorging und sogar einen Publisher fand und über 2 Jahre in Arbeit war. Ebenso hatte Warren die Idee, einen spirituellen Nachfolger zu Deus Ex zu erarbeiten, der Necessary Evil heißen sollte. Einen Strich durch all diese Projekte hat letztlich Disney gemacht, mehr oder weniger. Denn letztlich schloss das junge Entwicklerteam einen Vertrag mit dem Mäuse-Studio über Epic Mickey, was, wie Warren sagt, „zur Übernahme und der Beilegung all dieser anderen Projekte und Möglichkeiten führte.“ Schade.
It was interesting, because I had a bunch of publishers interested in Sleeping Giants, my epic fantasy game, and in Necessary Evil, my near-future science fiction Deus Ex-with-the-serial-numbers-filed-off game, but my agent told me to talk to Disney.
Aber nochmal zurück zu Half Life. Dennes ist nicht das erste mal, dass die Verbindung zwischen Warren undValve auftaucht. Schon einmal hatte etwa ein Grafiker verraten, dass er bei Junction Point an einigem Material für ein Half Life mitwirkte – und zwar während einer Zeit, da wohl auch beim heutigen Dishonored-Studio Arkane ein leider eingestellter Half-Life-Ableger entstand. Dieser Grafiker will übrigens auch an einem Deus Ex 3 bei Ion Storm gearbeitet haben. Wie lange Junction Point an Half Life saß, wie weit die Arbeit fortschritt und worum es sich bei dem Game tatsächlich handelte? Unklar. Dennoch... ein Warren Spector Half Life? Das wäre ein Traum!

Ich selbst habe Warren schon einige Male getroffen - unter anderem wegen Epic Mickey und verdanke ihm eines der merkwürdigsten Erlebnisse in meiner Games-Journalistenkarriere: nämlich ein Interview mit ihm, das wir in einem Toilettenwagen in einem Londoner Hinterhof führten.

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Feedly, die bisher beste Alternative

Die Intervalle, in der das Ende Nähe rückt, werden kürzer. Immer öfter erinnert mich Google Reader daran, dass er bald abgeschaltet wird. Aber umgezogen? Bin ich immer noch nicht. Denn bis dato hat sich für mich immer noch kein probater Ersatz gefunden. Der Digg Reader lässt noch einige Tage auf sich warten, der Old Reader macht vieles richtig, gefällt aber optisch noch nicht. Doch an Feedly, das endlich auch als Webversion verfügbar ist, könnte ich mich sogar fast gewöhnen. Nun ja, wollte das nur einmal gerade loswerden.

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Kehrtwende bei der Xbox One - Ein Gedankengang

Microsoft hat den Schuss doch gehört. Nachdem vernichtenden Feedback durch die Spieler, Fans, der Community auf die angekündigten Restriktionen, die die Xbox One bieten soll, den einbrechenden Verkaufsprognosen und furchtbaren PR hat Microsoft kleinlaut eine nötige und vielleicht rettende Kehrtwende angekündigt. Die „alle 24 Stunden einmal bei Microsoft durchfunken, sonst geht nix mehr“-Nötigung, die Spiele-Tausch- und Weiterverkauf-Einschränkungen und verqueren netzbasierten Regionallimitierungen, die ein Spielen von Games mit einer Xbox One im Ausland und Spielen aus dem Ausland verhindert hätten, werden aufgehoben. Stattdessen bleibt nun fast alles, wie bei der Xbox 360. Ein Rückzieher also, nachdem Microsoft gesehen und gehört hat, wie wichtig Spielern doch ihre Freiheiten sind und sie sich nicht gängeln und alles gefallen lassen.

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Julians erstes Jahr

Heute feiert Julian Assange sein Einjähriges. Genau vor einem Jahr ist der Wikileaks-Gründer – eben am 19. Juni – in die ecuadorianische Botschaft in London getürmt, um der Auslieferung nach Schweden zu entgehen. Denn dort soll er weiterhin wegen Vergewaltigungsvorwürfen einem Gericht vorgeführt werden. Getan hat sich seit seiner Flucht nicht sonderlich viel.

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Ken Levine schreibt jetzt ein Drehbuch

Als ich Ken Levine im letzten Jahr nach einer Anspielsession für ein Interview traf, hatte ich ihn gefragt, ob er er nicht vielleicht auch im Filmgeschäft Fußfassen wolle. Schließlich sind Bioshock und Bioshock Infinite sehr cineastisch geprägt, in Sachen Stil und Inszenierung filmreif und herrlich tiefsinnig und referenziell, sodass viele sie lieber mit Lichtspielvorbildern statt Videospielkollegen verglichen. Und außerdem: viele Fans würden gerne einen Film mit der Anmutung eines Bioshock sehen – ich auch. Kens Antwort auf meine Frage war seinerzeit, „... nun, ich habe hier erstmal noch genug mit Bioshock Infinite zu tun. Aber ich mag Filme und schätze die Arbeit von Regisseuren wie del Toro und Spielberg, den Drehbuchautoren und Kameramännern; die Leistung, die sie erbringen ist beeindruckend. Ich glaube, ich bin aber eher ein Spiele-Designer und Schreiber. Doch die Zeit bringt immer auch Überraschungen mit sich. Ich weiss nicht, was kommen wird. Vielleicht hab ich in ein paar Jahren eine Bar?“

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Links und Lesetipps 16. Juni '13

Gesellschaft
Die Proteste in der Türkei sind mehr als nur Aufstände der Jugend. Sie sind auch ein Beweis für den kulturellen und gesellschaftlichen Einluss von populären Videospielen. Denn die Jungs und Mädels "leveln" sich mit Ausrüstungsgegenständen wie Gasmasken gegen Erdogan auf, wie sie sagen. Protestgraffities referenzieren auf Games wie GTA und Co. und hie und da finden sogar aus Videogames entlehnte Taktiken Anwendung.

Ein wahnsinniger Trubel und furchtbarer Skandal war die Veröffentlichung der PRISM-Docs durch den Guardian, die zeigten, dass der NSA uns seit Jahren und mit Unterstützung der Internetgrößen überwacht. Blöd nur: einige unserer Politiker finden das alles nicht mal so schlecht. Und der BND würde gerne bei der Überwachung mitmachen. Das einziggute irgendwie: 1984 wird als Folge von PRISM zum Bestseller.

Kultur
Die Filesharing-Behörde Hadopi in Frankreich ist ein totaler Fehlschlag. Die Kosten stehen in keinem Zusammenhang zum Nutzen. Daher soll die Institution jetzt abgewicket werden.

Die E3 fand statt, eine der Interessantesten seit Jahren – und ich war nicht da!! GRRR! Nun wird gut darüber spekuliert, ob und warum Sony den Konsolnkrieg gewonnen hat und wieso AMD davon gut profitiert. Eine schöne Abstimmung über das alles: hier!

Eine der für mich beeindruckendsten Neuankündigungen von der E3: The Division von Ubisoft, ein MMO-Shooter, der im Tom-Clancy-Universum angesiedelt ist und in eine semi-Post-Apokalypse versetzt. Das Interessante: das Team von Ubisoft Massive nimmt eine reale Übung der US-Regierung als Grundlage für die Story: nämlich Operation Dark Winter, während der 2001 gezielte Verbreitung einer Epidemie in Oklahoma City simuliert wurde. Auch die Executive Directive 51 nimmt einen Platz in der Geschichte ein: sie befähigt den US-Präsident und einen Kleinststab an Mitarbeitern, in Ausnahmesituationen sämtliche Entscheidungsgewalt an sich zureißen.

Auch auf der E3 gab's dank Unterstützung von Randy und Gearbox ein Video Game History Museum: GamesBeat hat einige hübsche Photos davon.

Computer & Internetz
Auf der WWDC hat Apple iOS 7 enthüllt. Viele findens toll. Viele findens nicht so toll. Matt Gemmell hat die neue Benutzeroberfläche für iPhone und iPad mal genauer unter die Lupe genommen.

Das Start-up Blueseed will vor der US-Küste erst eines und später mehrere riesige Schiffe ankern und diese an Stückweise andere Start-ups vermieten, deren Mitarbeiter kein US-Visum bekommen. Das Vorreiterschiff soll die einstige MS Island Escape werden – ein Luxusliner -, die fortan unter dem Namen Blueseed One herum gondeln soll. Das zweite Schiffchen wird ein Eigenbau, für den es schon einige wilde Konzepte gibt.

Zeugs
Irgendwie wird's wohl gerade trendy, Kinder an die Wände zu hängen. Ähm, was?

Vor knapp einem Jahr erschütterte ein Erdbeben große Gebiete Norditaliens. Das Traf nicht nur Häuser und Menschen, sondern auch die örtliche Käseindustrie, die den guten Parmesan hersellt. Zerbrochene Käseräder sorgten für Verluste und Schäden in Millionenhöhe. Jetzt haben die Italiener aufgerüstet und wollen die Käseindustrie erdbebensicher machen.

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