Hallo werter Besucher. Schön, dass du hergefunden hast. Leider wird dieses Webblog nicht mehr aktualisiert. Aber keine Bange. Denn NEIN JA ERLEDIGT LOS ist nur umgezogen. Und zwar hierhin!

Das Filmjahr 2014

Über das Filmjahr 2013 kann ich erstaunlich wenig Schlechtes sagen. Denn abseits von einigen wenigen Enttäuschungen wie Gangster Squad, Riddick, Oblivion, Elysium und RIPD bereue ich fast keinen Kinogang oder Blu-ray/DVD-Kauf. Vielmehr wurde ich mehrere Male positiv überrascht, in meiner vorgefassten Meinung widerlegt oder von Streifen überwältigt, die ich nicht oder nicht mehr auf dem Radar hatte. Vor allem The Conjuring, The World's End, Pacific Rim, Europa Report, Carrie, Escape Plan, Der Hobbit 2, Dark Skies, Upstream Color, Escape from Tomorrow, Star Trek Into Darkness, Die fantastische Welt von Oz und natürlich Gravity waren meine persönlichen Highlights und Akzentsetzter. Und schaue ich so auf das Jahr 2014 und was da so angekündigt ist, könnte das kommende Jahr tatsächlich ebenso interessant, wenn nicht sogar noch spaßiger werden. Zumindest die folgenden Filme haben schon einmal mein Interesse geweckt.

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Angestellter 432

Gerade hatte ich endlich mal ein paar Stündchen, das grandiose The Stanley Parable weiterzuspielen. Oder in dessen Kontext: ein paar weitere Enden zu erleben, von denen einige überragend metaphysisch und einige andere eher solala waren. Genau zwei, so sehe ich, fehlen mir wohl noch, um alle potentiellen Ausgänge gesehen zu haben. Dennoch werde ich, wie einige andere, das Gefühl nicht los, dass die Geschichte um Stanley einige Facetten birgt, die sich trotz mehrfachen Spielens nicht gänzlich erfassen lassen. So etwa die Geschichte um den Angestellten 432. Denn während man durch die Büros, den Untergrund und die leblosen Gänge streift, finden sich immer wieder Hinweise auf den wohl auffällig unauffälligen Employee 432. Sein Arbeitsplatz, unweit von Stanleys, ist merkwürdigerweise nur mit einer Lampe und einem Bleistiftspitzer ausgestattet. Auf Whiteboards finden sich Anmerkungen der anderen Angestellten darüber, wie man ihn loswerden könnte und ein Anforderungspapier zeigt auf, dass 432 um einen neuen Bleistift gebeten hat – den er wohl nie bekam. Bei etwas Nachgoogeln zeigt sich, dass wohl tatsächlich mehr an 432s Geschichte dran ist. So ist 432 wohl auch tatsächlich kurz im Spiel zu sehen – und Stanley wohl nicht gänzlich alleine im Bürogebäude. Großartige Theorien lassen sich um 432 spinnen, die auch die Erzählstruktur und das Erleben von The Stanley Parable in Frage stellen. Großartig!

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Frohe Weihnachten


Zugegeben: 2013 war für mich eher ein durchwachsenes Jahr. Private Höhen und Tiefen. Berufliche Stolpersteine aber auch Sprungschanzen. So war es trotz einiger Einbrüche ein lehrreiches Jahr, das meinen Horizont erweiterte und neue Abzweigungen für mein Leben eröffnet. Und: zumindest bisher scheinen die letzten Tage des Jahres durchaus nochmal richtig freudig und besinnlich zu werden.

Daher wünsche ich euch allen ein frohes Weihnachtsfest...

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Die (meiner Meinung nach) interessantesten Found-Footage-Filme


Ich bin ein verdammt großer Freund von Found-Footage-Filmen. Jenen Filmen also, die fiktive und meist fantastische Ereignisse präsentieren, dabei allerdings den Eindruck erwecken, als wären sie von Amateuren mit Camcordern, Hand- und Smartphone-Kameras festgehalten worden – und als sei deren Bewegtbildmaterial dann irgendjemanden in die Hände gefallen, der es als Doku oder Investigativreport aufbereitete. Vorreiter dieser Art der Inszenierung ist natürlich Blair Witch Project. Denn auch wenn der Budget-Horror-Streifen nicht der erste Found-Footage-Streifen war, ist er doch der erste, der seinerzeit dank fantastischem Marketings den Durchbruch in den Mainstream schafft und einen überwältigenden finanziellen Erfolg verbucht. Blair Witch hat die Filmlandschaft einfach nachhaltig geprägt. Und zwar derart, dass nach wie vor fast ausnahmslos alle Found-Footage-Filme dem Horror-Genre zuzuordnen sind.

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Die Rückkehr von HavenCo - Eine Rückfrage

Eine selbsternannte Adelsfamilie bietet in ihrem Staat, einer ehemalige Flak-Plattform vor der Küste Englands, einen sicheren Hafen für Daten und Digital-Content. Was nach einer schrägen Cyberpunk-Vision klingt, das war vom Jahr 2000 bis 20008 in Form der Firma HavenCo kuriose Realität. Doch scheiterte das Projekt furios. Derzeit soll das Unternehmen aber mit neuem Ansatz und realitätsnäheren Plänen wiederbelebt werden – als Garant für Privatsphäre, Datensicherheit und Schutz vor Ausspähung. Quasi rechtzeitig zum NSA- und GCHQ-Überwachungsskandal. Da ich schon damals den Werdegang von HavenCo mit Interesse verfolgte, hab ich einfachmal bei Gründer Avi Freedman angeklopft und mal nachgefragt, was das nun alles werden soll.

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Outcast 2 kommt nun doch!


Vor einiger Zeit hatte ich Yves Grolet kontaktiert. Einen jener Männer, der hinter dem Games-Klassiker Outcast steht. Ein Action-Adventure, das 1999 erschien und in einigen Bereichen seiner Zeit voraus war. Es entstand beim belgischen Studio Appeal und war dessen erstes und letztes Werk. Für viele Spieler wurde es zum Klassiker und Kultgame: eine Ausnahmeerscheinung in Sachen Spielwelt, Tiefe und Charakterzeichung. Appeals Anläufe mit Outcast: Lost Paradise einen Nachfolger zu schaffen scheiterten. Und selbst das von ehemaligen Appeal-Mitarbeitern gegründete Studio Elsewhere Entertainment blieb erfolglos dabei, einen spirituellen Nachfolger auf den Weg zubringen. Genau darüber und über die Story hinter Outcast, Appeal und Elsewhere wollte ich mit Yves für eine Retrospektive sprechen. Er würde sich daran gerne mit Fakten, Anekdoten und Zitaten beteiligen, sagte er. Nur jetzt noch nicht, da er an einem bestimmten Projekt arbeitet und deswegen derzeit nicht über Vergangenes reden kann. Was dieses Projekt ist, das enthüllte er jetzt per Mail und hier bei Gamasutra: er bringt gemeinsam mit einigen anderen Veteranen Appeal und Outcast zurück! Wahnsinn!

Here is news:

Original authors has acquired Outcast Intellectual Property
July 2, 2013

"Outcast" to get a new life
Yann Robert, Franck Sauer and Yves Grolet announced today that they have recently signed and closed an asset purchase agreement with Atari Europe SAS regarding Outcast intellectual property.

Yann, Franck and Yves, the three founders of Appeal S.A., the studio that developed Outcast, have started the revival of the franchise and will soon announce further developments.

About Outcast
Outcast is a critically acclaimed open-ended game described by its fans as being ahead of its time. Outcast was released in 1999 on PC by Atari.

Contact
info@appeal.be

Update: Ich hatte nochmal etwas nachgebohrt und rumgenervt. Leider können und mögen weder Yves noch seine Kollegen derzeit etwas Genaueres sagen. Man müsse sich einfach noch etwas gedulden. Es wurden bisher auch weder Kickstarter als Funding-Möglichkeit noch irgendeine System-Exklusivität bestätigt – selbst wenn ich zumindest ersteres für durchaus realistisch erachte. Wie Yves meinte, wären das alles lediglich Gerüchte.

Update 2: Mittlerweile haben Yeves Grolet und seine Kollegen weitere Infos öffentlich gemacht. Ihr neues Studio wird nicht Appeal heißen, sondern Daoka - und eigentlich ist's eher ein Interessenverbund. Dabei beginnen sie nicht ganz von vorne, sondern gestalten die Gründung von Daoka als eine Fusion des bereits etablierten und laufenden Studios AMA Studios S.A. – das unter anderem Fighter Uncaged und My Self Defense Coach produzierte – und eben einer Truppe ehemaliger Appeal-Mitarbeiter, die schon an Outcast mitwirkten.

Das wirklich interessante: das erste Projekt von Daoka soll alsbald enthüllt werden und ist im Geheimen schon seit zwei Jahren in Arbeit – und zwar für die Next-Gen-Consoles: also Xbox One und Playstation 4! Doch handelt es sich dabei wohl nicht um das neue Outcast. Denn, wie Daoka in einer Pressemitteilung schreibt, würde das Studio neben diesem Game eben „auch an Games des Outcast-Franchise arbeiten“ - nur aktuell eben noch nicht, denn die Lizenz wurde ja erst kürzlich gekauft. Schade, heißt: wir müssen noch warten. Dennoch ist dies äußerst interessant, denn AMA Studios war einst ein Schwester-Studio von Ubisoft. Und Ubisoft hat angekündigt, auf der GamesCom ein neues Next-Gen-Game vorzustellen. Könnte das etwa der Daoka-Titel sein?
Daoka will soon reveal an exciting new project that the studio has been working on over the last two years, due to release in the near future on next gen console. Our new studio will also work on games related to the Outcast franchise. The rights to this much loved IP have recently been purchased by the games original authors who now continue to work and collaborate with us at Daoka.

Update 3: Jep, wie mir mittlerweile bestätigt wurde, werden die Jungs von Daoka auf der GamesCom sein und dort ihr neues Game vorstellen.

Update 4: Das Next-gen-Game war, wie leider vermutet, natürlich noch nicht Outcast 2, sondern Fighter Within. Quasi der Nachfolger von Fighter Uncaged.

Update 5: Mittlerweile habe ich Kontakt zu Franck Sauer aufgenommen, der u.a. an Outcast und Outcast 2 mitgewirkt hat und ebenfalls bei Daoka mit im Boot ist. Er freut sich darauf, meine Fragen zu beantworten, die ich ihm derweil übersandt habe. Das Ergebnis davon wird sich wohl alsbald in einem Feature eines bekannten Games-Magazins finden.

Update 6:
Mittlerweile geschehen! Hier findet ihr meine dicke Outcast Retrospektive bei Gamona.de.

Obendrein hat Franck dabei durchklingen lassen, dass wohl statt einem Outcast 2 zunächst ein Port oder Remake auf den Weg gebracht werden könnte. Und zwar auf Basis der Fresh 3D Engine, die Franck mit Yann einst auf den Weg gebracht hat und die auch Fighter Within antreibt. Infos dazu gäbe es zu Beginn 2014. Lange bleibt da nimmer!

Update 7:
 Ja, es ist offiziell! Gerade hab ich von Franck eine Mail bekommen.
Hello Michael,

I though you might want to know about the following announcement:

Recently, the creators of the award winning open world game of 1999 ‘Outcast’ purchased all the game’s IP from Atari. Our team, made of key people from the original developer is now starting a Kickstarter campaign on Monday 7 April, 5PM CET, to fund Outcast Reboot HD.
Outcast Reboot HD heißt das Game, wird via Kickstarter gefunded – 600.000 Dollar wollen die Jungs initial. Dabei wird das Game kein einfacher Port, sondern eine komplette Neuerarbeitung von Outcast. Also: alles wird quasi von Grund auf neu gestaltet. Figuren, Gegenstände, Umgebungen – es soll ein echtes Next-Gen-Spiel werden, eben wie Outcast dereinst auch. Fertig sein soll's bis Ende 2015 – Oktober wird da angepeilt.

Was Outcast 2 betrifft: hier sagt Franck dass Outcast HD den Weg zu Outcast 2 pflastern soll. Also wird Outcast HD gefunded und kommt an, dann könnte eventuell die Arbeit am Nachfolger beginnen.
While we would love to make a full fledged Outcast 2, we think expectations would be so high it would be impossible to fund it based on the current Outcast community alone. Modern AAA games typically require 20+ millions USD to develop. Such an amount of money is currently out of reach of a Kickstarter campaign. Even if we managed to bring down the required money to ‘only’ a few millions thanks to cutting the middleman, removing the often-excessive publisher’ share, and relying on digital distribution, the risk of failure is still quite large. Our goal with this reboot is to broaden the audience by bringing new players into the Outcast world, while rewarding the Outcast community with a beautiful modern version of their favorite game. When that is successful, we can start thinking about a campaign for a full fledged Outcast 2.

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Links und Lesetipps 3. Dezember '13

Kultur
Die Xbox One und Playstation 4 sind da. Die ersten Games auch und die sind – ja, zugegeben – eher mäßig. Doch Spiele wie Need for Speed: Rivals oder im kommenden Jahr Watch Dogs sollen definieren, was Next-Gen wirklich bedeuten soll: Games, die Einzel- und Mehrspieler-Modi virtuos verschmelzen lassen, über verschiedene Geräte hinweg gespielt werden und mit gigantischen Offenen Welten auffahren. Doch schon Jahre zuvor haben dies andere versucht: darunter Eden Games mit Test Drive Unlimited und das nie erschienene The Crossing von Arkane.

… für manch einen wohl noch wichtiger und das schlagendste Argument für die Next-Gen-Konsolen: Die Grafik! Doch ist die Grafik der Games auf PS4 und Xbox One wirklich soviel besser als jene ihrer Vorgänger? Polygon hat mal den Vergleich gewagt.

Cats that look like Pinup Girls sammelt Bilder von Katzen, die ähnliche Posen einnehmen, wie Pinup-Mädels aus 40er- und 50er-Jahre-Postern. Coole Sache.

… das gleiche gibt’s auch mit männlichen Mode-Models.

Als Sandra Bullock in Gravity verzweifelt einen Funkspruch gen Erde absetzte, sie aber nur einen Grönländischen Fischer erreichte, der kein Wort verstand, da war das witzig aber auch bizarr-tragisch. Nun hat der Regisseur Jonás Cuarón, der Sohn des Gravity-Regisseurs, mit Aningaaq einen Kurzfilm veröffentlicht, die eben diesen Fischer zeigt. Etwas das die Situation noch faszinierender gestaltet. Denn auch wenn tausende Kilometer voneinander entfernt, scheinen beide in ihrer eigenen Leere gefangen: Sandra im All, der Fischer in der frostigen Einsamkeit des Eises.

Bei Spiegel Einestages gibt’s einen netten Artikel über den Tamagotchi-Wahnsinn Ende der 90er.

Medien
Die Amerikanerin Marion Stokes hat 35 Jahre lang die Nachrichtensendungen von etlichen Sendern auf VHS-Kassetten mitgeschnitten. Insgesamt 140.000 Tapes hat sie dabei bis zu ihrem Tod im Jahr 2012 bespielt. Das Internet Archive will diese nun digitalisieren, um sein TV-News-Archiv auszubauen. Die ganze und echt unglaubliche Geschichte hat Fast Company.

Eigentlich wollte der 19jährige Alexander Velicky mit seinem Skyrim-Mod Falskaar den Publisher und Entwickler Bethesda auf sich aufmerksam machen. Er hatte auf einen Job beim Macher der Elder-Scrolls- und Fallout-Serie gehofft. Vergebens. Stattdessen bekam er nun ein Angebot von Destiny-Macher und Halo-Erfinder Bungie. Tolle Story, große Leistung.

I applied to many companies, and Bungie was in my, ‘Huge company that will completely ignore me’ category. Well, they didn’t and look what it got me. 

Photographie
Verrückte Russen! Alexey Kljatov hat sich aus einer alten Canon-A650-Digi-Knipse, einer umgedrehten Helios-44M-5-Linse aus Sowjetzeiten, etwas Holz, Leim, Klebeband und einem Metallblech eine fantastische Macro-Kamera geschustert. Mit der fabriziert er fantastische Aufnahmen von Schneeflocken, die einfach nur Staunen lassen. Irrer Typ!

Politik
Die SPD-Führung will unbedingt in der Politik mitspielen und duldet daher im Koalitionsvertrag die Einführung der Vorratsdatenspeicherung. Um das nicht als Niederlage, sondern als vernünftige Entscheidung zu begründen, tischt Sigmar Gabriel den Bürgern und SPD-Mitgliedern eine dicke Lüge auf. Angeblich habe die Vorratsdatenspeicherung in Norwegen zur Festnahme des kaltblütigen Mörders Anders Breivik geführt. Doof nur, dass die Lüge nicht sonderlich wasserdicht ist. Denn Norwegen hat die VDS zwar beschlossen, wendet sie aber noch nicht an...

Der Telekom wurde nun gerichtlich untersagt, ihre Drossel-Verträge Flatrate zu nennen. Ein Sieg! Einer auf den die Telekom nun auch Transparenz folgen lassen will. Was das aber nun bedeuten soll, das hat heise.de mal aufgeschlüsselt. Wie's aussieht, will die Telekom zukünftig sowohl Volumen- als auch Flatratetarife anbieten. Doch könnte sie letztere einfach so teuer gestalten, dass diese anders als noch vor einigen Jahre kaum erschwinglich sein werden und viele Kunden zu den Drossel-Leitungen greifen müssen.

Und so
Atlas Obscura, DIE SEITE rund um faszinierende und interessante Orte auf aller Welt – zu der ich hie und da auch mal was beigetragen hab – hat eine schöne Karte mit allen vermeintlichen Seemonstern der USA gebastelt. Darauf natürlich Isabella aus dem Bear Lake in Idaho, das Lake Worth Monster und das Alkali Lake Monster.

Offensichtlich verkleidet sich der aktuelle Papst gerne mal als normaler Priester, schleicht sich aus dem Vatikan und verteilt Geld und Essen unter den Obdachlosen. Das ist bisher noch eher Gerücht als Fakt. Aber wenn das wahr ist…(ja, ich verlinke hier auf BILD und fühl mich dabei dreckig)

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