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Filme, die man in Schwarz-Weiss schauen sollte!

Vor knapp einem Jahr hab ich mir eine ziemlich nerdige Angewohnheit zugelegt: ich schaue eigentlich als Farbfilm gedrehte Streifen in Schwarz und Weiss. Nicht einfach so, sondern gezielt und mit voller Absicht. Tatsächlich scheint der Entzug von Farbe so manch filmischem Werk eine neue Ebene an Atmosphäre und Ausdruck zu verleihen. Die Reduktion auf die visuelle Basis sorgt unweigerlich für höheren Kontrast, lässt Strukturen deutlicher hervortreten und das Auge Licht und Schatten auf eine Weise erfahren, wie es sonst nicht möglich wäre. Szeneaufbau, Komposition und Ausleuchtung, die Kunst hinter der Konstruktion des Bildes und die simple Schönheit der eigentlichen Situation werden offenbar. Nicht von ungefähr sind viele Ikonen der Photographie in Schwarz-Weiss gehalten; benutzen Photographen auch heute noch gerne Schwarz-Weiss-Film oder schalten ihre DSLR in einen entsprechenden Modus.

Zu dieser Erkenntnis kam ich schon bevor Steven Soderbergh seine legendäre Black-White-Fassung von Indy veröffentlichte: Ich bearbeitete des Nachtsgerade einige Photos und ließ nebenbei Dark City laufen, den leider kaum bekannten Noir-Science-Fiction-Film Alex Proyas. Und während ich bei meinen Photos den Kontrast nachzog, die Farbsättigung verstärkte und abschwächte, keimte der Gedanke, dass Dark City von seiner Szenerie und Thematik eigentlich ein Schwarz-Weiss-Film hätte sein müssen. All diese von Chinatown, Big Combo und The Man Who Wasn't There inspirierten Kulissen und Einstellungen: das schreit quasi nach Monochrom. Eine Überlegung, die zumindest mit dem VLC-Mediaplayer, schnell umgesetzt ist: Werkzeuge - > Anpassungen & Effekte - > Videoeffekte - > Farbgrenzbereich - > Sättigungsregler ganz nach Rechts. Schon sickert all die Farbe aus dem Bild.

Im Fall von Dark City ein wirklich großartiger Anblick. Alleine das Spiel von Licht und Schatten, die Zeichnung der Gesichter, all die vorher im Sumpf der Farben versunkenen Strukturen und Muster, die nun zu Tage treten: wunderschön. Und auch andere Filme gewinnen durch das schlichte Nullen der Sättigung; entfalten stellenweise eine gänzlich neue Wirkung. Klar, das gilt nicht für jeden Film. Viele funktionieren nur mit Farbe, sind leider ohne große Sorgfalt in Hinblick auf Lichtverläufe, Belichtung und Kontrast gedreht. Doch meine Liste der Werke, die ich auch gerne auf Schwarz-Weiss erlebe, wächst.

Dark City
Indinana-Jones-Reihe
Riddick
Ghostbusters-Reihe
Aviator
Full Metal Jacket
The Shining
The Dark Knight
The Thing
Das Omen
Der Große Gatsby
Der-Herr-der-Ringe-Reihe
Der-Hobbit-Reihe
The World's End
Upside Down
The Blade Runner
The Matrix
300
The Nightmare before Christmas
Die Mumie
The Conjuring