Hallo werter Besucher. Schön, dass du hergefunden hast. Leider wird dieses Webblog nicht mehr aktualisiert. Aber keine Bange. Denn NEIN JA ERLEDIGT LOS ist nur umgezogen. Und zwar hierhin!

Filme, die man in Schwarz-Weiss schauen sollte!

Vor knapp einem Jahr hab ich mir eine ziemlich nerdige Angewohnheit zugelegt: ich schaue eigentlich als Farbfilm gedrehte Streifen in Schwarz und Weiss. Nicht einfach so, sondern gezielt und mit voller Absicht. Tatsächlich scheint der Entzug von Farbe so manch filmischem Werk eine neue Ebene an Atmosphäre und Ausdruck zu verleihen. Die Reduktion auf die visuelle Basis sorgt unweigerlich für höheren Kontrast, lässt Strukturen deutlicher hervortreten und das Auge Licht und Schatten auf eine Weise erfahren, wie es sonst nicht möglich wäre. Szeneaufbau, Komposition und Ausleuchtung, die Kunst hinter der Konstruktion des Bildes und die simple Schönheit der eigentlichen Situation werden offenbar. Nicht von ungefähr sind viele Ikonen der Photographie in Schwarz-Weiss gehalten; benutzen Photographen auch heute noch gerne Schwarz-Weiss-Film oder schalten ihre DSLR in einen entsprechenden Modus.

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Neusprech beim Bayerischen Rundfunk

Wenn George Orwell das wüsste! Der Bayerischer Rundfunk führt tatsächlich eine Sprachregelung ein – oder, etwas positiver ausgedrückt, "praktische Tipps" für Journalisten, wie sie "alltagstaugliche, gut lesbare und hörbare" Sprechbeiträge produzieren. Doch ist das, so hörte ich, eher eine verpflichtende Neusprechanweisung, die unter dem "Titel Faire Sprache. Tipps für eine geschlechtergerechte Sprache im Bayerischen Rundfunk" daherkommt. Geschlechtergerecht und angeblich politisch korrekt soll dadurch alles werden. Leider wirkt, was bisher an Beispielen davon nach außen drang, teils sehr gezwungen, absurd und leider gar nicht gut les- und hörbar.

Statt Feuerwehrmännern heißt's nun Einsatzkräfte der Feuerwehr.

Aus Experten werden Fachleute.

Keiner wird zu niemand.

So mancher zu die eine oder der andere.

Zuschauer/Zuhörer werden zum Publikum/Auditorium.

Auch unter den Mitarbeitern, das konnte ich heute vernehmen, stößt die Sprachregelung nicht gerade auf Gegenliebe. "Schwerfällig", "unnötig", "bevormundend" und vor allem "unnatürlich" waren einige beschreibende Worte, die mir gegenüber geäußert wurden. Doch sei das "Bemühen um geschlechtergerechte Sprache eine gute Sache, aber die Methode die falsche". "Das wirkt aufgesetzt und wie ein Feigenblatt, um einer Auseinandersetzung mit den Menschen an sich aus dem Weg zu gehen", sagte mir eine BR-Mitarbeiterin in einem kurzen Gespräch. "Wir geben ein Regelwerk raus, dann wird das schon alles seine Ordnung finden – so wird das doch nichts."

Ist aber nicht das erste mal, dass der BR durch derartige Aktionen auffällig wird. Schon 1981 wollte der BR die Benutzung des Wörtchens Tschüs verbieten. Grund: Die Sendungen des Bayerischen Rundfunks sollen ... der Eigenart Bayerns gerecht werden.

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