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Neill Blomkamps Alien - Eine Kurzanalyse

Neill Blomkamp, der Regisseur von Elysium und District 9, hat im Geheimen an einem Alien-Film gearbeitet. Zum Jahreswechsel postete er auf Instagram einige Konzeptbilder, die zwar nicht viel sagen aber einiges herauslesen lassen. So sollte unter anderem Sigourney Weaver als Ripley zurückkehren und Michael Biehn erneut als Corporal Hicks auftreten – dazu gleich noch mehr. Wie Blomkamp jedoch gleich enttäuschte, werde aus dem Film nichts werden.

Was working on this. Don't think I am anymore. Love it though.
Woulda rocked. Was a mental stroll into the world Ridley Scott created
Das, so Blomkamp weiter, sei jedoch nicht die Schuld von 20th Century Fox, sondern seine eigene Entscheidung. 20th Century Fox habe nicht mal davon gewusst, dass er daran arbeite.
Ps this has nothing to do with the studio. I just feel like I might do something else instead. In which case why not show some work-
They didn't really even know I was working on it ha
Fox never said no

Schade eigentlich, denn die Bilder versprechen viel. Außerdem, so hatte mir Sigourney Weaver vor Monaten in einem Interview gesagt, wäre sie durchaus bereit, ihre Rolle als Ripley neu aufzunehmen, wenn ein fähiger Regisseur mit einer interessanten Idee daherkäme.
...falls es jemals passieren sollte, dass ein talentierter und brillanter Mann oder auch eine Frau mit einer guten Idee zu mir kommt, um die Story zu beenden, dann würde ich mir das anhören.
Und verdammt, was die Bilder zeigen, das sieht wahnsinnig interessant aus!

Wie's scheint, spielte Blomkamp mit dem Gedanken, die Existenz von Alien 3 mehrheitlich zu ignorieren. Denn Corporal Hicks ist, genau wie Newt, eigentlich am Beginn des verunglückten dritten Alien-Films bei der Bruchlandung auf dem Gefängnisplaneten gestorben. Stattdessen scheint Blomkamps Alien-Streifen davon auszugehen, dass Ripley, Hicks und Newt aufgesammelt wurden. Weyland Yutani könnte daraufhin, wie auf einem der Bilder zu sehen, das Derelict-Schiff geborgen und auf eine Raumstation verbracht haben, um es zu erforschen. Wobei's hier ausschaut, als wäre das Schiff deutlich heruntergekommener bzw. organischer als im Original. Eventuell dauerte es, wie schon zwischen Alien und Aliens, einige Jahre, bis Ripley und Co. im Kosmos aufgefunden und Weyland zum Handeln animiert wurden. Auch die Blicke auf die gigantische und sehr fortschrittliche Station und ein Konstrukt, das an einen Weltraumaufzug denken lässt, legen diese Vermutung nahe. Ebenso könnte jedoch die Atmosphärewandlung auf Acheron LV-426 oder der Sauerstoff der Station den Raumer irgendwie „zum Leben erweckt“ haben. Wer weiss.

Egal, sicher ist, es kommt, wie's kommen soll: irgendwann randaliert eine Königin durch die Station und Ripley samt Hicks, dem bei einem Angriff wohl die eine Gesichtshälfte verätzt wurde, müssen sie aufhalten. Auch scheint es, irgendwie, zu einer Hybridisierung von Alien und Mensch zu kommen. So zeigt ein Bild eine neue Art von Face Hugger und ein anderes offensichtlich einen Alien-Mensch-Mutanten. Das Surrealste jedoch: Ripley trägt einen Alien-Helm, der anscheinend mit ihrem Kopf verwächst und auch einige Elemente des Space-Jockey zeigt - darunter der Rüsselaufsatz. Anbei sind auf dem Konzeptbild auch die Wörter „Pilot“, „Space Joc“ zu entziffern. Hat Ripley hier einen Anzug an, der es ihr erlaubt, das Derelict zu fliegen? Die Vermutung liegt nahe.

Wie dem auch sei, die Vision von Neill Blomkamp hat einiges für sich und wirkt wie eine moderne und mutige Herangehensweise an Alien. Auch sein visueller Stil könnte gut mit dem Alien-Universum harmonieren. Schade daher, dass wir diesen Streifen nie sehen werden.

UPDATE: Ha! Möglicherweise wird aus Blomkamps Alien doch noch was. Mehr dazu schreib' ich bei Wired.de.

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